Christian Träsch, welche Apps haben Sie auf Ihrem Smartphone?
Gar nicht so viele. Ich habe die Facebook-App, obwohl ich selber keinen privaten Facebook-Account habe, sondern nur meine Fan-Seite. Ansonsten nutze ich noch WhatsApp, um mit Freunden von früher in Verbindung zu bleiben. Für meine Tochter habe ich ein, zwei Spiele installiert. Und natürlich verwende ich auch unsere „DeinTeam“-App. Aber ich bin generell nicht viel am Handy und nutze es vor allem zum Telefonieren.
Haben Sie bei WhatsApp auch eine gemeinsame Gruppe mit allen Spielern?
Bevor es unsere App gab, hatten wir eine Gruppe, um Termine abzusprechen. Aber da hat dann jeder seinen Senf dazu geschrieben und so gingen die eigentlichen Informationen unter.
Kamen Sie deshalb auf die Idee, die „DeinTeam“-App zur internen Organisation von Vereinen zu entwickeln?
Marcel Schäfer und ich sind immer mit Zettel und Stift in der Kabine herumgelaufen, haben das Tippspiel und die Mannschaftskasse gemacht. Es ist oft der Fall gewesen, dass einer das Tippen vergessen hat, weil er noch im Kraftraum war oder eine Behandlung hatte. Und da sind wir auf die Idee gekommen. Wir dachten: Das muss doch einfacher gehen.
Was kann die App also?
Sie hat eine Kalenderfunktion, sodass man Einheiten und Spiele eintragen kann. Außerdem kann man Trainingsinformationen und Statistiken einstellen, die Mannschaftskasse und den Strafkatalog einsehen. Wir haben natürlich auch ein Tippspiel eingebaut, weil wir aus eigener Erfahrung wissen, dass das in Vereinen gut ankommt. Zuletzt kann man auch noch Abstimmungen durchführen, beispielsweise wenn man organisieren will, wo ein Mannschaftsabend stattfinden soll. Kurzum: Die Zettelwirtschaft fällt weg.
Das sind ziemlich viele Funktionen.
Die App soll die alltäglichen Probleme lösen, die wir hier beim VfL Wolfsburg auch haben. Man denkt immer, eine Profimannschaft ist top organisiert, aber auch bei uns hakt es oft bei den kleinen Dingen. Wir haben zum Beispiel vor ein paar Monaten einen Mannschaftsabend geplant, bei dem kurz vorher viele abgesagt haben. Wir hatten aber schon einen Tisch für 20 Personen reserviert. Durch die App weiß man jetzt schon vorher Bescheid, wer kann und wer nicht.
Neben Ihnen und Marcel Schäfer gehören auch Christian Gentner und Daniel Baier zu den Gründern. Wie kam es zu diesem Team?
Wir vier kennen uns schon lange. Mit Marcel und Dani habe ich schon beim TSV 1860 gespielt und mit Christian Gentner beim VfB Stuttgart. Irgendwann haben wir uns mal im Urlaub getroffen und sind ins Gespräch gekommen. Da entstand die Idee, diese App zu machen.